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Familienunternehmen aus Hoppegarten – für ganz Berlin & Brandenburg

Solar-ABC

Fachbegriffe, ohne dass Sie nachschlagen müssen.

In jedem Solar-Angebot stehen Wörter, die niemand erklärt: kWp, Autarkiegrad, Hybrid-Wechselrichter, Nulleinspeisung. Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe in verständlichem Deutsch – und den Hinweis, worauf es in der Praxis ankommt.

A

Amortisation

Der Zeitpunkt, an dem die Anlage ihre Anschaffungskosten wieder eingespielt hat.

Die Amortisationszeit ergibt sich aus der Investition geteilt durch die jährliche Ersparnis. In Berlin und Brandenburg liegt sie ohne Speicher typischerweise bei 10 bis 13 Jahren, mit Speicher bei 12 bis 15. Danach produziert die Anlage über weitere ein bis zwei Jahrzehnte Strom, der praktisch nichts mehr kostet. Vorsicht bei Angeboten mit sehr kurzen Amortisationszeiten – die entstehen meist durch optimistisch angesetzte Strompreissteigerungen oder überhöhte Ertragsprognosen.

Autarkiegrad

Der Anteil Ihres Stromverbrauchs, den Sie selbst decken.

Verbrauchen Sie 4.000 kWh im Jahr und beziehen davon 1.400 kWh aus dem Netz, liegt Ihr Autarkiegrad bei 65 %. Ohne Speicher sind 30 bis 40 % üblich, mit passend dimensioniertem Speicher 60 bis 80 %. 100 % sind praktisch nicht erreichbar, weil im Dezember und Januar schlicht zu wenig Sonne scheint – dafür bräuchte es einen unwirtschaftlich großen Speicher.

B

Bifazial

Module, die auch auf der Rückseite Licht in Strom umwandeln.

Bifaziale Module nutzen zusätzlich das vom Untergrund reflektierte Licht. Auf Flachdächern mit hellem Belag oder bei aufgeständerter Montage bringt das 5 bis 15 % Mehrertrag. Auf einem klassischen Schrägdach, wo die Rückseite direkt auf der Dachfläche liegt, bringt es dagegen fast nichts – dort ist der Aufpreis nicht gerechtfertigt.

D

Direktvermarktung

Der Verkauf Ihres Solarstroms zum Börsenpreis statt zur festen Einspeisevergütung.

Statt der garantierten Einspeisevergütung erhalten Sie den aktuellen Marktwert, vermittelt über einen Direktvermarkter. Für größere Anlagen ab etwa 30 kWp ist das häufig lohnend, für kleine Hausanlagen seit dem Solarspitzengesetz zunehmend interessant. Ob es sich rechnet, hängt stark von Anlagengröße, Erzeugungsprofil und den Konditionen des Vermarkters ab.

Dynamischer Stromtarif

Ein Tarif, bei dem der Preis stündlich dem Börsenpreis folgt.

Sie zahlen den an der Strombörse gebildeten Stundenpreis plus Netzentgelte, Steuern und Abgaben. In Stunden mit viel Wind- und Solarstrom ist er niedrig, in der Abendspitze hoch. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Der Vorteil entsteht erst, wenn Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox automatisch auf den Preis reagieren – sonst tragen Sie nur das Risiko.

E

Eigenverbrauch

Der Anteil Ihres Solarstroms, den Sie selbst nutzen statt einzuspeisen.

Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für etwa 35 Cent. Jede eingespeiste bringt nur rund 7,71 Cent. Der Eigenverbrauch ist damit der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Ohne Speicher liegt er bei 25 bis 35 %, mit Speicher bei 60 bis 80 %. Wärmepumpe und E-Auto erhöhen ihn zusätzlich, weil sie Verbrauch dorthin verlagern, wo Strom erzeugt wird.

Einspeisevergütung

Die gesetzlich garantierte Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom.

Für Anlagen bis 10 kWp mit Überschusseinspeisung liegt sie derzeit bei rund 7,71 Cent je Kilowattstunde und ist ab Inbetriebnahme 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert. Der Satz sinkt halbjährlich für Neuanlagen – wer früher baut, sichert sich den höheren Satz für die gesamte Laufzeit.

G

Glas-Glas-Modul

Ein Modul, dessen Rückseite aus Glas statt aus Kunststofffolie besteht.

Glas-Glas-Module sind schwerer, aber deutlich robuster gegen Feuchtigkeit, mechanische Belastung und sogenannte PID-Effekte. Hersteller geben darauf oft 30 statt 25 Jahre Leistungsgarantie. Der Aufpreis liegt bei etwa 5 bis 15 %. Bei ausreichender Dachstatik empfehlen wir sie – gerade weil das Gerüst nur einmal steht.

H

Hybrid-Wechselrichter

Ein Wechselrichter, der Photovoltaik und Batteriespeicher in einem Gerät verwaltet.

Statt zweier Geräte übernimmt einer beide Aufgaben: Er wandelt den Solarstrom um und steuert gleichzeitig das Laden und Entladen des Speichers. Das spart Platz, Kosten und Umwandlungsverluste. Auch wenn Sie zunächst ohne Speicher starten, lohnt sich oft ein Hybridgerät – dann ist die spätere Nachrüstung deutlich einfacher.

K

kWp (Kilowatt-Peak)

Die Nennleistung der Anlage unter genormten Testbedingungen.

Kilowatt-Peak beschreibt, wie viel Leistung die Anlage bei 1.000 W/m² Einstrahlung und 25 °C Modultemperatur liefert. Es ist eine Vergleichsgröße, kein Alltagswert – in der Praxis erreicht eine Anlage diese Leistung selten. Für die Planung wichtiger ist der Jahresertrag: In Berlin und Brandenburg rechnen wir mit rund 950 kWh je kWp und Jahr. Als Faustregel brauchen Sie etwa 5 m² Dachfläche je kWp.

L

Ladezyklus

Eine vollständige Ladung und Entladung des Speichers.

Ein Vollzyklus entspricht dem Durchsatz der gesamten nutzbaren Kapazität – egal ob am Stück oder in Teilschritten. Ein 10-kWh-Speicher, der zweimal zu 50 % geladen und entladen wird, hat einen Vollzyklus absolviert. LFP-Speicher schaffen 6.000 bis 10.000 davon, was bei einem Zyklus pro Tag 16 bis 27 Jahren entspricht.

Leistungsoptimierer

Kleine Elektronikbauteile, die jedes Modul einzeln regeln.

In einem Strang bestimmt normalerweise das schwächste Modul den Ertrag aller anderen – ein verschattetes Modul zieht also die ganze Reihe herunter. Optimierer entkoppeln die Module voneinander. Sie kosten etwa 60 bis 100 Euro je Modul und lohnen sich bei Teilverschattung durch Bäume, Gauben oder Schornsteine. Auf einem völlig freien Dach sind sie unnötiger Aufwand.

LFP-Speicher

Batteriespeicher auf Basis von Lithium-Eisenphosphat.

LFP kommt ohne Kobalt aus, ist thermisch deutlich stabiler als die Alternative NMC und hält mehr Ladezyklen aus – 6.000 bis 10.000 statt 3.000 bis 5.000. Dafür ist die Energiedichte geringer, der Speicher also etwas größer. Im Keller spielt das keine Rolle. Wir verbauen ausschließlich LFP.

M

Marktstammdatenregister

Das zentrale Register der Bundesnetzagentur für alle Energieanlagen.

Jede Photovoltaikanlage und jeder Speicher muss dort innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme registriert werden – auch Balkonkraftwerke. Ohne Registrierung wird keine Einspeisevergütung gezahlt, und es drohen Bußgelder. Die Registrierung ist kostenlos und wird bei uns immer von uns übernommen.

Modul

Die einzelne Solarplatte, aus der die Anlage zusammengesetzt wird.

Ein aktuelles Standardmodul misst etwa 1,75 × 1,13 Meter, wiegt 20 bis 25 Kilogramm und leistet 430 bis 460 Watt. Auf ein typisches Einfamilienhaus-Satteldach passen 20 bis 30 Stück. Unterschieden wird nach Zelltechnologie (TOPCon, HJT, ABC), Aufbau (Glas-Folie oder Glas-Glas) und Optik (mit sichtbarem Rahmen oder Full Black).

N

Netzbetreiber

Das Unternehmen, das das Stromnetz vor Ort betreibt.

In Berlin ist das Stromnetz Berlin, im Berliner Umland überwiegend E.DIS. Der Netzbetreiber genehmigt den Anschluss Ihrer Anlage, setzt den Zweirichtungszähler und zahlt die Einspeisevergütung. Er ist nicht identisch mit Ihrem Stromanbieter – den können Sie frei wählen, den Netzbetreiber nicht.

Notstrom und Ersatzstrom

Zwei unterschiedliche Arten, bei Netzausfall weiter Strom zu haben.

Ersatzstrom versorgt nach einer kurzen Unterbrechung ausgewählte Stromkreise oder das ganze Haus weiter – Sie müssen kurz warten, bis umgeschaltet ist. Notstrom im engeren Sinn schaltet unterbrechungsfrei um, ist aber deutlich teurer. Für Privathaushalte reicht in der Regel Ersatzstrom. Beides funktioniert nur mit Speicher und einem entsprechend ausgelegten Wechselrichter.

Nulleinspeisung

Eine Anlage, die bewusst keinen Strom ins Netz abgibt.

Manchmal genehmigt der Netzbetreiber keine Einspeisung, etwa bei schwachen Netzabschnitten. Dann wird die Anlage so geregelt, dass sie nur so viel produziert, wie im Haus verbraucht wird. Wirtschaftlich ist das schlechter, aber immer noch besser als keine Anlage – vor allem in Kombination mit Speicher, Wärmepumpe und Wallbox.

S

Smart Meter

Ein intelligentes Messsystem aus digitalem Zähler und Kommunikationseinheit.

Das intelligente Messsystem misst viertelstundengenau und überträgt die Werte verschlüsselt. Ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh, bei Anlagen über 7 kWp und bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist der Einbau gesetzlich vorgesehen. Erst damit werden dynamische Tarife und reduzierte Netzentgelte nutzbar.

SolarPLUS

Das Förderprogramm des Landes Berlin für Photovoltaik und Speicher.

Umgesetzt über die Investitionsbank Berlin. Gefördert werden unter anderem eine PV-Anlage mit Speicher (Pauschale nach Anlagengröße, 250 Euro je kWp bis 4.750 Euro), der Zählerschrank, Anlagen auf Denkmalen und Gründächern sowie Steckersolargeräte. Wichtig: Der Antrag muss vor der Auftragserteilung gestellt werden. Das Programm gilt nur für Anlagenstandorte innerhalb Berlins.

Spezifischer Ertrag

Wie viele Kilowattstunden ein Kilowatt-Peak im Jahr liefert.

In Berlin und Brandenburg liegen realistische Werte bei 900 bis 1.000 kWh je kWp und Jahr für ein gut ausgerichtetes Dach. Süddeutschland erreicht 1.050 bis 1.150. Wenn ein Angebot mit deutlich über 1.100 kWh/kWp für unsere Region rechnet, ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung geschönt – ein guter Grund, genauer hinzuschauen.

Steckersolargerät

Das sogenannte Balkonkraftwerk – eine Kleinstanlage zum Einstecken.

Erlaubt sind bis zu 2.000 Watt Modulleistung bei maximal 800 Watt Wechselrichterleistung. Die Anmeldung erfolgt vereinfacht im Marktstammdatenregister, eine Zustimmung des Netzbetreibers ist nicht mehr nötig. In Berlin gibt es über SolarPLUS eine Pauschale von 500 Euro. Für Mietwohnungen ist das oft die einzige Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen.

Strang (String)

Eine Reihe in Serie verschalteter Module.

Module werden zu Strängen zusammengefasst, die gemeinsam auf einen Eingang des Wechselrichters gehen. Innerhalb eines Strangs bestimmt das schwächste Modul den Strom – deshalb sollten Module eines Strangs möglichst gleiche Ausrichtung und Verschattungssituation haben. Ost- und Westdach kommen daher auf getrennte Stränge.

Stromspeicher

Die Batterie, die überschüssigen Solarstrom für später aufbewahrt.

Der Speicher lädt tagsüber mit Überschuss und gibt abends und nachts ab. Dadurch steigt der Eigenverbrauch von 25 bis 35 auf 60 bis 80 Prozent. Faustregel für die Größe: etwa 1 kWh Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, in der Praxis werden meist 8 bis 12 kWh verbaut. Entscheidend ist die nutzbare Kapazität, nicht die Bruttokapazität – darauf achten wir beim Angebotsvergleich.

Ü

Überschussladen

Das E-Auto lädt nur mit dem Strom, der gerade übrig ist.

Die Wallbox kommuniziert mit dem Wechselrichter und regelt die Ladeleistung stufenlos auf den aktuellen Überschuss. Zieht eine Wolke auf, wird gedrosselt. Voraussetzung ist eine regelbare Wallbox und ein Energiemanagementsystem. In der Praxis stellen die meisten einen Mindestladestand ein, damit das Auto morgens sicher fahrbereit ist.

V

Verschattung

Schatten auf der Modulfläche durch Bäume, Gebäude oder Aufbauten.

Verschattung ist selten ein Ausschlusskriterium, aber immer ein Planungsthema. Entscheidend ist, sie vor der Auslegung zu kennen – wir nehmen das Dach bei Bedarf per Drohne auf. Punktuelle Verschattung lösen Leistungsoptimierer, dauerhafte großflächige Verschattung nicht. Dann sagen wir Ihnen, dass sich diese Fläche nicht lohnt.

W

Wallbox

Die Ladestation für Elektroautos an Haus oder Garage.

Für Privathaushalte sind 11 kW die richtige Wahl – damit ist eine 60-kWh-Batterie in etwa sechs Stunden voll. Wallboxen bis 11 kW müssen beim Netzbetreiber nur angemeldet werden, darüber sind sie genehmigungspflichtig. Wichtig ist die Fähigkeit zum stufenlosen Überschussladen, wenn eine Photovoltaikanlage vorhanden ist oder geplant wird.

Wechselrichter

Das Gerät, das Gleichstrom vom Dach in nutzbaren Wechselstrom wandelt.

Der Wechselrichter ist das Herz der Anlage und das Bauteil, das am ehesten vor den Modulen ausfällt – typische Lebensdauer 12 bis 20 Jahre. Deshalb achten wir auf Hersteller mit langer Ersatzteilversorgung und Service in Europa. Unterschieden wird zwischen Stringwechselrichtern, Hybridgeräten mit Speicheranbindung und Systemen mit Modulelektronik.

Wirkungsgrad

Der Anteil des Sonnenlichts, den ein Modul in Strom umwandelt.

Moderne Module erreichen 21 bis 24 Prozent. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet mehr Leistung auf derselben Fläche – wichtig bei knappen Dächern, weniger relevant bei großen. Beim Wechselrichter sind über 97 Prozent Standard. Achten Sie beim Vergleich darauf, ob der europäische Wirkungsgrad angegeben ist; er ist praxisnäher als der Spitzenwirkungsgrad.

Z

Zählerschrank

Der Verteilerkasten, in dem Stromzähler und Absicherung sitzen.

Zählerschränke von vor 2000 sind meist nicht auf Einspeisung ausgelegt: Es fehlt Platz für den Zweirichtungszähler, den Überspannungsschutz und die geforderten Trennvorrichtungen. Netzbetreiber verlangen dann einen Tausch für etwa 1.500 bis 3.000 Euro. Wir prüfen den Schrank beim ersten Termin und weisen die Kosten vorher aus – nicht als Nachtrag.

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