Leistungsoptimierer: Wann sie sich lohnen – und wann nicht
Optimierer werden gern als Standardausstattung verkauft. Das sind sie nicht. Sie lösen ein konkretes Problem sehr gut – und wo dieses Problem nicht existiert, kosten sie nur Geld.
Das Problem: Der schwächste im Strang bestimmt den Takt
Module werden in Reihe geschaltet, zu einem sogenannten Strang. Der Strom fließt durch alle Module hintereinander – und wird dabei vom schwächsten Glied begrenzt. Liegt der Schatten eines Schornsteins auf einem einzigen Modul, zieht dieses die gesamte Reihe herunter.
Der Effekt ist erstaunlich groß: Ein verschattetes Modul kann den Ertrag eines Strangs aus zwölf Modulen um 20 bis 30 Prozent drücken. Genau hier setzen Leistungsoptimierer an.
Die Lösung: Jedes Modul für sich
Ein Optimierer ist ein kleines Elektronikbauteil, das direkt hinter jedem Modul sitzt. Er entkoppelt die Module voneinander, sodass jedes seinen eigenen optimalen Arbeitspunkt fährt. Das verschattete Modul liefert dann eben weniger – aber die anderen elf arbeiten ungebremst weiter.
Als Nebeneffekt liefern Optimierer eine Überwachung auf Modulebene. Fällt eines aus oder verschmutzt stark, sehen Sie sofort welches. Bei einer Anlage ohne Optimierer merkt man nur, dass der Ertrag insgesamt sinkt.
Wann sie sich rechnen
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Bäume, Schornstein oder Gaube werfen Schatten | Optimierer für die betroffenen Module |
| Module auf mehreren Dachflächen mit verschiedener Ausrichtung | Meist über getrennte Stränge lösbar |
| Völlig freies, einheitliches Dach | Nicht nötig – das Geld besser in den Speicher stecken |
| Dauerhafte großflächige Verschattung | Auch Optimierer helfen kaum, Fläche besser weglassen |
Pro Modul kosten Optimierer etwa 60 bis 100 Euro. Bei 24 Modulen sind das schnell 1.500 bis 2.400 Euro – Geld, das auf einem freien Dach keinen Mehrertrag bringt.