Was ist Solarenergie – und wie wird daraus Strom?
Eine Solaranlage wirkt von außen unspektakulär: ein paar dunkle Platten auf dem Dach, kein Geräusch, keine beweglichen Teile. Was dahintersteckt, ist trotzdem bemerkenswert – hier ohne Formeln erklärt.
Der photovoltaische Effekt
Eine Solarzelle besteht aus Silizium, das gezielt mit Fremdatomen versetzt wurde – so entstehen zwei Schichten mit unterschiedlicher Ladung. Trifft Sonnenlicht auf diese Grenzschicht, löst es Elektronen aus ihrer Bindung. Weil die beiden Schichten unterschiedlich geladen sind, wandern die Elektronen gerichtet ab. Genau diese Bewegung ist elektrischer Strom.
Bemerkenswert daran: Es bewegt sich nichts, es verbrennt nichts, es verschleißt praktisch nichts. Deshalb halten Module Jahrzehnte und brauchen kaum Wartung. Entscheidend ist übrigens die Helligkeit, nicht die Wärme – bei Hitze sinkt der Wirkungsgrad sogar leicht.
Vom Modul bis zur Steckdose
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Die Module erzeugen Gleichstrom
Rund 60 bis 72 Zellen bilden ein Modul mit 430 bis 460 Watt Leistung. Mehrere Module werden zu einem Strang verschaltet.
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Der Wechselrichter wandelt um
Haushaltsgeräte brauchen Wechselstrom mit 230 Volt. Der Wechselrichter übernimmt die Umwandlung und regelt die Anlage auf den optimalen Arbeitspunkt.
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Der Strom fließt ins Haus
Er wird direkt verbraucht, lädt bei Überschuss den Speicher oder wandert ins öffentliche Netz.
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Der Zähler misst in beide Richtungen
Ein Zweirichtungszähler erfasst getrennt, wie viel Sie beziehen und wie viel Sie einspeisen. Das ist die Grundlage Ihrer Abrechnung.
Was Sie davon im Alltag merken
Ehrlich gesagt: erstaunlich wenig. Die Anlage arbeitet geräuschlos und vollautomatisch. Der spürbare Unterschied steht auf der Jahresabrechnung – und in der App, in der Sie Erzeugung, Verbrauch und Speicherstand live verfolgen können.