Photovoltaik: Vorteile und Nachteile ohne Schönfärberei
Kaum jemand, der Solaranlagen verkauft, schreibt gern über Nachteile. Wir halten das für einen Fehler: Wer die Schwächen kennt, trifft eine bessere Entscheidung – und ist hinterher zufriedener.
Was klar dafür spricht
- Sie senken Ihre Stromkosten dauerhaft – mit Speicher um bis zu 80 Prozent.
- Sie machen sich unabhängiger von Preissprüngen bei Ihrem Versorger.
- Die Anlage steigert den Wert Ihrer Immobilie und verbessert den Energieausweis.
- Sie sparen über die Lebensdauer mehrere Tonnen CO₂ ein.
- Für private Anlagen gelten 0 Prozent Mehrwertsteuer und Steuerfreiheit auf Einspeiseerlöse.
- Wartungsaufwand und laufende Kosten sind sehr gering.
Was ehrlicherweise dagegen spricht
- Die Anfangsinvestition liegt im fünfstelligen Bereich – auch wenn sie sich zurückverdient.
- Bis zur Amortisation vergehen zehn bis fünfzehn Jahre. Das ist ein langer Horizont.
- Im Dezember und Januar liefert die Anlage nur einen Bruchteil des Sommerertrags.
- Der Wechselrichter muss nach 12 bis 20 Jahren getauscht werden.
- Ein Dach, das ohnehin bald neu gedeckt werden muss, verursacht doppelte Kosten.
- Vollständige Autarkie ist in unseren Breiten praktisch nicht wirtschaftlich erreichbar.
Drei Gegenargumente, die überholt sind
- 1
„Die Herstellung verbraucht mehr Energie, als die Anlage liefert“
Das war in den 1990er-Jahren ein Thema. Heute liegt die energetische Amortisationszeit in Mitteleuropa bei etwa ein bis anderthalb Jahren. Danach produziert die Anlage über Jahrzehnte klimaneutralen Strom.
- 2
„Module lassen sich nicht recyceln“
Solarmodule fallen unter das Elektrogesetz und müssen vom Hersteller zurückgenommen werden. Glas, Aluminium und Kupfer lassen sich zu über 90 Prozent zurückgewinnen. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.
- 3
„In Norddeutschland scheint zu wenig Sonne“
Brandenburg hat die höchste installierte Solarleistung je Einwohner in ganz Deutschland. Mit rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak liegen wir nur etwa zehn Prozent unter Süddeutschland.
Unser Fazit
Für Eigenheimbesitzer mit einem Verbrauch ab etwa 3.000 Kilowattstunden und einem Dach, das die nächsten zwanzig Jahre hält, überwiegen die Vorteile deutlich. Die Nachteile sind real, aber überwiegend planbar – und genau dafür sind wir da.